Zwei Formate, ein Ziel
Wenn du Kontoauszüge in invoice-matcher.io importierst, hast du zwei Optionen: OFX und CSV. Beide funktionieren, aber sie unterscheiden sich grundlegend in Struktur, Komfort und Genauigkeit. Dieser Artikel erklärt die Unterschiede und hilft dir, das richtige Format für deinen Workflow zu wählen.
Was ist OFX?
OFX (Open Financial Exchange) ist ein standardisiertes Dateiformat für Finanzdaten. Es wurde Ende der 1990er-Jahre von Microsoft, Intuit und CheckFree entwickelt und hat sich seitdem als internationaler Standard für den Austausch von Kontodaten etabliert.
Eine OFX-Datei hat eine XML-ähnliche Struktur, in der jedes Feld eine feste Bedeutung hat: Buchungsdatum, Betrag, Währung, Empfänger, Referenz. Es gibt keinen Spielraum für Interpretation — das System weiß exakt, was jeder Wert bedeutet.
Die gängigen Dateiendungen sind .ofx und .qfx (eine QuickBooks-Variante, inhaltlich identisch).
Der entscheidende Vorteil: Kein Spalten-Mapping nötig. Du lädst die Datei hoch, und alle Felder werden automatisch erkannt — ohne manuelle Zuordnung.
Was ist CSV?
CSV (Comma-Separated Values) ist das universellste Exportformat. Jede Bank bietet es an, und jede Software kann es lesen. So weit, so gut.
Das Problem: Es gibt keinen Standard. Jede Bank formatiert CSV anders:
- Unterschiedliche Spaltenbezeichnungen (deutsch, englisch, abgekürzt)
- Verschiedene Datumsformate (TT.MM.JJJJ, JJJJ-MM-TT, MM/TT/JJJJ)
- Unterschiedliche Dezimaltrennzeichen (Komma vs. Punkt)
- Verschiedene Zeichenkodierungen (UTF-8, ISO-8859-1)
- Semikolon oder Komma als Feldtrenner
Das bedeutet: Beim Import muss das System erst herausfinden, welche Spalte was enthält. In den meisten Fällen funktioniert die automatische Erkennung — aber manchmal ist manuelles Spalten-Mapping nötig.
Vergleich: OFX vs CSV
| Kriterium | OFX/QFX | CSV |
|---|---|---|
| Struktur | Standardisiert | Bank-spezifisch |
| Spalten-Mapping | Nicht nötig | Oft automatisch, manchmal manuell |
| Mehrere Währungen | Wechselkurse oft enthalten | Nur Betrag |
| Verfügbarkeit DACH | Erste Bank/George (AT), Raiffeisen ELBA teilweise (AT) | Alle Banken |
| Dateiendung | .ofx, .qfx | .csv |
| Menschenlesbar | Nein (XML-artig) | Ja (Textdatei) |
| Encoding-Probleme | Keine | Möglich (Umlaute) |
Wann OFX die bessere Wahl ist
Deine Bank unterstützt OFX? Dann nutze es. Der Import ist schneller, zuverlässiger und erfordert null Konfiguration.
Besonders bei diesen Szenarien lohnt sich OFX:
- Multi-Währung: OFX-Dateien enthalten oft den Original-Fremdwährungsbetrag und den angewandten Wechselkurs. Das verbessert die Matching-Genauigkeit bei Fremdwährungsrechnungen erheblich.
- Regelmäßige Imports: Wenn du monatlich Kontoauszüge importierst, spart OFX dir jedes Mal die Prüfung des Spalten-Mappings.
- Mehrere Bankkonten: Bei verschiedenen Banken mit verschiedenen CSV-Formaten ist OFX der gemeinsame Nenner — ein Format, das überall gleich funktioniert.
Wann CSV die richtige Wahl ist
CSV ist die universelle Alternative:
- Deine Bank bietet kein OFX an. Die meisten Banken im DACH-Raum, darunter Sparkasse, DKB, ING und Commerzbank, exportieren ausschließlich CSV.
- Du brauchst Flexibilität. CSV-Dateien lassen sich in Excel öffnen, filtern und anpassen, bevor du sie importierst.
- Du hast spezielle Anforderungen. Wenn du nur bestimmte Spalten oder Transaktionstypen importieren willst, gibt dir CSV die Kontrolle.
In jedem Fall: invoice-matcher.io erkennt beide Formate automatisch. Du musst dich nicht vorab festlegen.
Welche Banken OFX unterstützen
Im DACH-Raum ist OFX-Export selten. Die meisten Banken setzen auf CSV als Standardformat für den Umsatzexport. Hier der aktuelle Stand:
- Erste Bank / George (AT) -- Vollständiger OFX-Export über Kontoauszüge und MS-Money-Export. Die einzige Bank im DACH-Raum mit umfassender OFX-Unterstützung.
- Raiffeisen / Mein ELBA (AT) -- Teilweise: MS-Money-Export (OFX) ist nur für Kontoauszüge verfügbar, nicht für benutzerdefinierte Zeiträume.
- Deutsche Banken (Sparkasse, DKB, ING, Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank, HypoVereinsbank, Volksbank) -- Kein OFX-Export. CSV ist der Standardweg.
- N26, Comdirect -- Kein OFX-Export. Nur CSV verfügbar.
Die gute Nachricht: Die meisten Banken bieten CSV an -- und invoice-matcher.io erkennt das Format automatisch. Spalten wie Buchungstag, Betrag und Empfänger werden direkt zugeordnet. Falls deine Bank OFX anbietet, nutze es für einen noch reibungsloseren Import.
Die genauen Schritte für jede Bank findest du in unseren Bank-Export-Anleitungen.
OFX-Import in 3 Schritten
- Exportformat wählen: Gehe in dein Online-Banking, öffne die Umsatzübersicht und wähle OFX (oder QFX) als Exportformat.
- Datei herunterladen: Lade die Datei auf deinen Rechner herunter.
- In invoice-matcher.io hochladen: Öffne deine Organisation, klicke auf "Transaktionen importieren" und wähle die OFX-Datei. Fertig — kein Spalten-Mapping, keine Konfiguration.
Fazit
OFX und CSV führen zum gleichen Ergebnis: deine Banktransaktionen in invoice-matcher.io. Der Unterschied liegt im Weg dorthin.
OFX ist der schnellere, zuverlässigere Weg — standardisierte Struktur, keine Encoding-Probleme, kein Mapping. CSV ist die universelle Alternative, die jede Bank anbietet.
invoice-matcher.io erkennt beide Formate automatisch. Zieh einfach deine Bankdatei rein — den Rest erledigt das System.
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